BVL erhält Preis der Stiftung "WestfalenBeweger"

WestfalenbewegerIntegration durch Ausbildung zum Fußballschiedsrichter

Starterprojekt im Wettbewerb „WestfalenBeweger“

Am Mittwoch, den 21.11.2018 um 11.00 Uhr erhält der BV Bad Lippspringe eine seltene Ehrung der Stiftung "Westfalenbeweger", zu der Interessenten im Sportheim herzlich willkommen sind.

Nachstehend ein Auszug der Pressemitteilung der Stiftung zum Hintergrund der Auszeichnung, die auch mit einem Geldpreis getaktet ist.

Auf „Integration durch Ausbildung“ setzt der Ballspielverein Bad Lippspringe. In Kooperation mit dem Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) sowie in Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Paderborn-Elsen bildet der BVL junge Flüchtlinge zu Schiedsrichtern aus und schlägt hier zwei Fliegen mit einer Klappe. Er wirkt dem Schiedsrichtermangel entgegen, der in vielen Kreisen inzwischen dazu führt, dass Fußballspiele abgesagt werden müssen oder ohne Unparteiischen ausgetragen werden. Gleichzeitig wird den jungen Flüchtlingen das Gefühl vermittelt, an- und aufgenommen zu sein. Sie nehmen am Vereinsleben teil, erhalten Kontakt zu Gleichaltrigen und übernehmen Verantwortung in unserer Gesellschaft. Das ist nachhaltig, fördert das Verständnis für einander und damit ein vorurteilsfreies Miteinander“, lobt Dr. Karl-Heinrich Sümmermann das Projekt. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Westfalen-Initiative erläutert damit zugleich das Urteil der Jury, die das Vorhaben aus gut 60 Bewerbungen als eines von zehn Starterprojekten im diesjährigen Wettbewerb „WestfalenBeweger“ ausgewählt hat.

Vier der 15 jungen Schiedsrichter im Alter zwischen 10 und 20 Jahren, die der BVL seit 2014 ausgebildet hat, waren Flüchtlinge. „Das klappt gut. Zwei unserer Mitglieder übernehmen die Betreuung. Und unsere jungen Schiedsrichter merken schnell, dass sie im Rahmen ihrer Tätigkeit eine wichtige Funktion im Fußball- und Leichtathletikverband des Kreises Paderborn übernehmen“, schildern Projektleiter Bernd Aschoff und Vereinsvorsitzender Dr. Erik Ernst ihre übereinstimmenden Erfahrungen.

„Die jungen Flüchtlinge erfahren Anerkennung und entwickeln wie alle jugendlichen Schiedsrichter durch die Tätigkeit als Unparteiischer viele Kompetenzen, die weit über den Sport hinaus in Freizeit und Beruf wichtig sind.

Neben den ausgebildeten Schiedsrichtern werden auch weitere fußballbegeisterte Flüchtlinge in andere BVL-Projekte wie das jährliche Turnier für Hobby- und Betriebssportmannschaften eingebunden. In Kooperation mit der Lebenshilfe sollen zudem künftig Jugendliche und junge Erwachsene im Verein spielen. Auch dabei ist der Einsatz der jungen Schiedsrichter vorgesehen.

Mit diesen Ideen erfüllt „Integration durch Ausbildung“ auf jeden Fall exemplarisch den neuen Modus des Wettbewerbs „WestfalenBeweger“, der nun zum sechsten Mal ausgetragen wird. Der Wettbewerb würdigt damit beispielhafte ehrenamtliche Projekte.

Pressemitteilung der Stiftung WestfalenBeweger