Neuzugänge beim BVL für die Rückserie

NeuzugängeBVL verstärt sich zur Rückrunde, Vier Neuzugänge im Kurwald.

Aus Nieheim kehrt ein aller bekannter zurück in die Badestadt: Patrick Patti GrziwotzPatrick „Patti“ Grziwotz. Patrick kam im Januar 2015 vom SV Heide zum BVL und knatterte sich mit 17 Toren in knapp 15 Spielen in die Herzen der BVL`er. Dann lief es nicht mehr so optimal, aber doch immer noch erfolgreich und Patrick suchte eine neue Herausforderung. Nun sind die Dinge, die er sich in Nieheim erhofft hatte, nicht so eingetreten wie Anfangs erhofft. Beim BVL ist er gerne willkommen und ein hoffnungsvoller Garant auf viele Tore. Wenn das so wird wie 2015: es wäre einfach geil. Welcome back Patti!!!

Ein weiterer Zugang beim BVL ist ein Spieler, der bisher beim SC Delbrück kickte. Mohamad Basel KawakbiMohamad Basel Kawakbi, der erst im Sommer von der U 19 des SC Paderborn an den Laumeskamp wechselte, dort aber nur 6 Kurzeinsätze bekam. Kawakbi ist in der Elf des BVL entweder als Innenverteidiger oder als 6er vorgesehen. Schauen wir mal. Auch Mohamad ein willkommen im Kurwald!

Auch neu im Kader der 1. Mannschaft des BVL ist Cafer YoeruekCafer Yörük. Cafer ist 20 Lenze jung und spielt als Allrounder im defensiven Bereich. Der in Paderborn geborene und 182 Zentimeter große Spieler, der seine fußballerischen Wurzeln in der Jugendabteilung der DJK Mastbuch hat, wechselte im Sommer 2017 von der Spielvereinigung Lippstadt zum in der Landesliga Hannover spielenden Sportverein Bad Pyrmont, wo er in der Hinrunde auf 7 Einsätze kam.  Der eifrige BVL-Echo-Leser weiß auch, wer bis dato Trainer von Cafer war: David Odonkor.

Der 4. Neuzugang zum Beginn der Rückserie ist der älteste Spieler. 38 Jahre alt ist Cesar MBomaCésar M`Boma, komplett eigentlich César Emmanuel Ndedi M’Boma.  Für den gebürtigen Kameruner ist der BVL bereits der 16. Verein in Deutschland und die 20. in seiner gesamten Karriere, die ihn auch schon als Profi in die 2. Bundesliga geführt hat. Hier spielte er in der Serie 2008/2009 dreimal für den TuS Koblenz. M`Boma ist ehemaliger U21-Nationalspieler seines Heimatlandes und war zuletzt für den FC Tükiye Wilhelmsburg in der Oberliga der Hansestadt Hamburg am Ball.

Seine Karriere begann wie bei den meisten Fußballprofis. In Frankreich kam er mit 14 Jahren in ein Fußballinternat. Drei Jahre später wurde er Profi beim FC Sion in der Schweiz. Die Meisterschaft und der Cupsieg 1997 waren die größten Erfolge seiner Karriere. Auch der Fußballverband von Kamerun wurde auf ihn aufmerksam. Er wurde unter anderem in die U 21 berufen und trainierte sogar bei der A-Nationalmannschaft mit - gemeinsam mit späteren Weltstars wie Samuel Eto‘o. Den größten Teil seiner Karriere verbrachte er in Deutschland. Er spielte für die Zweiten Mannschaften des VfL Bochum und VfL Wolfsburg, aber auch für Traditionsmannschaften wie den Chemnitzer FC und den SV Waldhof Mannheim. Die Erfahrungen waren gemischt. Anfangs hatte er nach eigenen Angaben Probleme mit der Sprache und der Mentalität. Bei seiner ersten Station in Bochum kam er mit dem Trainer nicht zurecht. Nach einem halben Jahr wurde der Vertrag aufgelöst. In Chemnitz musste er nach einem Spiel einen rassistischen Übergriff an seinen Cousin miterleben. Danach wollte er in dieser Stadt nicht mehr spielen. „Das war das Schlimmste, was ich im Fußball erlebt habe“, so Cesar M’Boma. Es gab auch genügend tolle Zeiten in der Karriere von César M’Boma. Für TuS Koblenz spielte er zum Beispiel in der 2. Bundesliga. Auch die drei Jahre in Indonesien, wo er für Persitara Jakarta Utara und Bontang FC auf dem Rasen stand, beschreibt er als ein beeindruckendes Erlebnis. Wobei sie ihn als Fußballer nicht weitergebracht haben: „Ich bin dorthin gegangen, weil die mir gutes Geld gezahlt haben. Indonesien ist ein tolles Land. Die Menschen sind super und total entspannt. Aber die haben dort nicht richtig trainiert. Die Liga ist sehr schwach. Aus fußballerischer Sicht war es ein Fehler, dort hinzugehen. César M’Boma ist davon überzeugt, dass er das Potenzial gehabt hätte, um es als Fußballprofi noch viel weiter zu bringen. „Als ich in jungen Jahren zusammen mit Samuel Eto‘o bei Kamerun trainiert habe, war er nicht besser als ich. Fußball ist Glückssache. Die Karriere hängt zum großen Teil davon ab, ob man zur richtigen Zeit eine Chance bekommt oder nicht“, erklärt er. Dass er auch selber Fehler gemacht hat, gibt er offen zu: „Ich war häufig nicht diszipliniert und habe mich schnell aufgeregt. Dadurch habe ich mir selber viel kaputt gemacht.“ (Quelle: FUPA.net)

All das sind Erfahrungswerte, die er nun an seine jungen Mannschaftskameraden vom BV Bad Lippspringe weitergeben möchte. Herzlich willkommen in der „Provinz“ Bad Lippspringes.

Bericht: CT